Was ist CNG?

Fahrzeugausstellung der Mobility Days Berlin 2019 vor dem Brandenburger Tor
Erste Reihe von links: Audi A5 Sportback g-tron, Seat Arona TGI, Golf TGI, Polo TGI, Skoda Octavia Combi G-TEC. Hintere Reihe von links: Scania R410 Zugmaschine, Caddy TGI, MAN Lion´s City Stadtbus

Der Industriekreis CNG steht für „grüne Mobilität“ mit fortschrittlichen, erneuerbaren Kraftstoffen und entsprechenden Motoren, den „grünen Verbrennern“. Besondere Potenziale sehen wir bei Biomethan und synthetischem Methan.

In Ergänzung zu mit Strom betriebenen Brennstoffzellen- und batterieelektrischen Fahrzeugen kann der „grüne Verbrenner“ einen erheblichen Beitrag zum Erreichen der nationalen und europäischen Klimaziele leisten, besonders bei Pkws auf der Langstrecke, bei Nutzfahrzeugen und Bussen.
In der Mobilität der Zukunft müssen daher technologieoffen alle Antriebsoptionen, die Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) senken, eine faire Chance haben.

Mit einer Fokussierung auf nur eine Technologie kann Deutschland die THG-Minderungsziele im Verkehr nicht erreichen.

Damit zielführende Technologieentwicklungen nicht verhindert werden, ist es wichtig, bereits heute ein „level playing field“ für alle Antriebsarten zu schaffen. Hierzu ist es notwendig die aktuelle CO2-Flottenregulierung anzupassen.

Mit Biogas- und Power-to-Gas-Anlagen stehen zwei Technologien zur Verfügung, die großes Potenzial haben, wesentlich zum Gelingen der Energiewende beizutragen und den Klimaschutz in Deutschland voranzutreiben. Das grüne bzw. regenerative Gas lässt sich im Gasnetz effizient speichern sowie transportieren und kann so überall mit Erdgasautos getankt werden. Das über 500.000 Kilometer lange Gasnetz in Deutschland und die vorhandene Tankstelleninfrastruktur, bieten beste Voraussetzungen für eine flächendeckende und zuverlässige Versorgung.

Gas als klimafreundlicher Kraftstoff

Günstig im Tank – sauber auf der Straße

Wer über effizienten und sozialverträglichen Klimaschutz, Luftreinhaltung und nachhaltige Mobilität nachdenkt, kommt an Gas als Kraftstoff nicht vorbei. Mit wesentlich geringeren Emissionswerten als Diesel oder Benzin kann Gas als umweltfreundliche Kraftstoffalternative einen entscheidenden Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele im Verkehrssektor leisten. Auch beim derzeit stark diskutierten Ausstoß von Stickoxiden und Feinstaub haben Erdgasfahrzeuge deutliche Vorteile gegenüber ihren Konkurrenten an der Zapfsäule. Die Technik hierzu ist verfügbar, praxiserprobt und ausgereift.

Mittel- und langfristig muss CNG und LNG klimaneutral erzeugt werden. Die Technologie hierzu ist Power-to-Gas-Technologien (PtG) und Biogasanlagen. Beide Wege eröffnen die Möglichkeit, Pkw und Lkw mit erneuerbaren und treibhausgasneutralen Treibstoffen zu betanken, die aus nachwachsenden Ressourcen und erneuerbaren Energien gewonnen werden. Fossiles CNG oder LNG können so sukzessive durch „grüne Varianten“ in einem Content-Switch ersetzt und einfach in das bestehende System integriert werden.

Erneuerbare Gase im Verkehr ergänzen so die Elektromobilität. Der Einsatz von grünem Gas ist vor allem in den Segmenten sinnvoll, in denen die Elektromobilität nicht oder nur unzureichend nutzbar gemacht werden kann. Dies ist z. B. im Fern- und Schwerlastverkehr auf der Straße aber auch in der Schifffahrt der Fall.

Mit Gas fahren – weniger CO2, Stickoxide, Feinstaub und Lärm

Doch nicht nur die Treibhausgasbilanz lässt sich mit Erdgasautos innerhalb kurzer Zeit und nachhaltig deutlich verbessern. Besonders in den innerstädtischen Ballungsräumen, wo die Grenzwerte für Luftschadstoffe immer häufiger überschritten werden und Fahrverbote drohen, kann Erdgas als alternativer Kraftstoff zu schnellen und nachhaltigen Verbesserungen führen. Durch die sauberere Verbrennung von Erdgas entstehen etwa 70 Prozent weniger Stickoxide als bei Dieselautos und die Feinstaubwerte liegen nahezu bei Null. So kann Mobilität mit Erdgas nicht nur einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern auch eine deutliche Entlastung bei Luftschadstoffen in den Städten ermöglichen.
Hinzu kommt, dass ein Erdgasmotor geringeren Lärm als ein Dieselmotor verursacht und wesentlich leiser läuft. So halbiert der Einsatz von CNG und LNG bei Lkw den Motorenlärm. Durch die geringen Lärmemissionen können Lkw mit Gastechnologie auch nachts Güter und Waren in die Innenstädte liefern, wie etwa frische Lebensmittel für Supermärkte.