CNG – der saubere und klimaschonende Kraftstoff

Mit dem alternativen Kraftstoff Erdgas lassen sich die CO2- und Schadstoffemissionen im Verkehr schnell und kosteneffizient reduzieren. Als deutlich umweltfreundlichere Alternative zu Diesel und Benzin können Erdgasautos einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Technik ist verfügbar, praxiserprobt und alltagstauglich.

Erdgasfahrzeuge mit erneuerbaren gasförmigen und flüssigen Kraftstoffen betrieben werden. Dabei bleibt der Verbrennungsmotor erhalten d.h. der grüne Verbrenner.

Für die Autos, Busse und LKW mit CNG-Antrieb stellen 100 Prozent reststoffbasiertes Biomethan oder auch synthetisches Methan aus Power-to-Gas-Anlagen sowie jede beliebige Mischung mit fossilem Erdgas kein Hindernis dar. Für Fahrzeugmotoren ist es unerheblich, ob das Methan (CH4) aus fossilen oder erneuerbaren Quellen stammt. Anders als bei Diesel (derzeit maximal sieben Prozent Biodiesel als erneuerbarer Anteil) und Ottokraftstoff (derzeit bis zu 10 Prozent Bioethanol bei E10 als erneuerbarer Anteil), die aus unterschiedlichen langkettigen Kohlenwasserstoffen bestehen, kann erneuerbares Methan aus technischer Sicht also unbegrenzt genutzt werden. Das Mengenpotential von Biomethan ist beträchtlich: Untersuchungen des DVGW zufolge liegt allein in Deutschland das Potential für Biomethan bei bis zu 118 Terrawattstunden (TWh) pro Jahr. Damit könnten 12 Mio. Mittelklasse-Pkw angetrieben werden.[1] Es handelt sich hierbei um Biomethan, das aus überschüssigen landwirtschaftlichen Reststoffen bereitgestellt werden kann.

Weitere Potentiale, erneuerbares Methan aus Energiepflanzen oder mittelfristig synthetische erneuerbare Kraftstoffe über Power-to-Gas-Verfahren und Wasserstoff herzustellen, kommen noch hinzu. Gerade über den Power-to-Gas-Pfad ist es möglich, für eine umfassende Energiewende in Mitteleuropa nachhaltige Energiemengen durch den Import aus sonnen- und windreichen Ländern bereitzustellen. Erneuerbares Gas aus Nordafrika könnte sogar über die bestehenden Pipeline-Verbindungen nach Europa transportiert werden. Der Import von synthetischem Methan aus Nordafrika kompensiert durch die höhere Auslastung von Erneuerbaren Energieanlagen in diesen Regionen auch die Wirkungsgradverluste in der Herstellung und Nutzung von E-Fuels.

In den Dokumenten der „Nationalen Plattform Mobilität“ (NPM) der Bundesregierung finden sich in den Zielszenarien für das Jahr 2030 folgerichtig bis zu drei Millionen Fahrzeuge mit CNG-Antrieb. Konkrete Vorschläge der Ministerien, um solche Stückzahlen erreichen zu können, stehen jedoch noch aus.