Das ganze Bild zählt

Für den globalen Treibhauseffekt spielt es keine Rolle, wo THG (Treibhausgas)-Emissionen verursacht werden. Jede Tonne CO2, die emittiert wird, hat Auswirkungen auf das Klima. Eine Bewertung von Antriebskonzepten in der Mobilität muss daher das Gesamtsystem betrachten, d.h. Fahrzeugherstellung und -entsorgung, Kraftstoffinfrastruktur und den Kraftstoff bzw. die Antriebsenergie selbst.

Um die globale Erwärmung auf 1,5°C oder maximal 2°C zu begrenzen, darf weltweit nur noch eine bestimmte Menge an Treibhausgasen freigesetzt werden. Der Weltklimarat (IPCC – International Panel on Climate Change) nennt ein weltweites CO2-Budget in Höhe von 420 bis 580 Giga Tonnen CO2eq (globales Restbudget).[1] Damit sind die THG-Emissionen definiert, die insgesamt noch möglich sind, wenn die globale Erwärmung auf maximal 1,5 °C begrenzt werden soll. Dieses Budget wäre ohne weitere THG-Minderung bald aufgezehrt. Wird dieses überschritten, sind die Klimaziele nicht zu erreichen. Dies bedeutet, dass alle Emissionen relevant sind – unabhängig davon, wo sie anfallen, d.h. aber auch, dass die Realisierung von THG-Einsparungen ab sofort wichtig ist. Das, was jetzt nicht erreicht wird, kann später nicht mehr aufgeholt werden. Für die Mobilität bedeutet dies, dass verfügbare Optionen, wie Mobilität mit erneuerbaren Gasen, genutzt werden müssen, zumal der flächendeckende Aufbau von Ladeinfrastruktur oder auch ein ausreichendes Wasserstoffnetz nur mittelfristig umzusetzen sind.

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