Erweiterung der Flottengrenzwertregelung

Für eine Technologieoffenheit ist es notwendig, grüne Antriebe mit alternativen gasförmigen und flüssigen Kraftstoffen als nachhaltig anzuerkennen. Durch eine Erweiterung der Flottenverbrauchsgesetzgebung um die Möglichkeit für Fahrzeughersteller, auf freiwilliger Basis zusätzliche erneuerbare, gasförmige und flüssige Kraftstoffe auf ihre Flottenwerte anzurechnen, würde der notwendige Anreiz gegeben, den Markt für klimaneutrale Fahrzeuge, die diese Kraftstoffe nutzen, weiterzuentwickeln. Daher schlagen wir vor, die Fahrzeughersteller dadurch ins Boot zu holen, dass sie die THG-Reduktion auf Basis nachhaltiger Kraftstoffmengen, die über die Mindestanforderungen der RED-2 hinaus in Verkehr gebracht werden, auf ihre Flottenemissionen anrechnen können.

Im Jahr 2021 erfolgt auf europäischer Ebene ein Review der Flottenverbrauchsgesetzgebung. Hierzu ist in der aktuellen EU-Regulierung der Prüfauftrag enthalten, „den möglichen Beitrag nachhaltiger Kraftstoffe“ zu untersuchen. Der Review kann genutzt werden, eine Anrechenbarkeit für fortschrittliche, erneuerbare gasförmige und flüssige Kraftstoffe, die zusätzlich zu den erneuerbaren Kraftstoffen, die über die RED-2 durch das Kraftstoffquotensystem in Verkehr gebracht werden, auf die Flottenziele zu ermöglichen. So ließen sich heute noch nicht genutzte Klimaschutzpotentiale erschließen und gleichzeitig würde innovativen Technologien ohne Subventionen zum Durchbruch verholfen.

Wir unterstützen den vom BMWi vorgelegten Vorschlag[1] vom Mai 2020 und den vorgeschlagenen Weg für eine Anrechnung. Zentrale Punkte dabei sind:

Um Klimaziele auch im Mobilitätsbereich schnell und effizient zu erreichen und zugleich eine bezahlbare Mobilität weiterhin zu ermöglichen, sollte ein technologieoffener Ansatz bei den THG-Minderungsoptionen zugelassen werden. Der auf EU-Ebene vorgesehene Überprüfungsprozess der Flottengrenzwertgesetzgebung sollte genutzt werden, um ein „level playing field“ für alle erneuerbaren alternativen Antriebsoptionen zu schaffen.

Link zur Studie